What's the plan, superman?

Ein Semester Finnland

15Sept
2017

Päivä kaksikymmentäseitsemän

Wie ihr seht, kann ich seit neustem auf Finnisch zählen. Also der Titel dieses Blog ist Tag 27. Krass, dass ich schon fast einen Monat hier bin. Auf der einen Seite fühlt es sich länger an (vor allem weil mein Zimmer hier schon genauso chaotisch ist wie das daheim tongue-out), aber die Zeit ist auch extrem schnell vorbei gegangen. Und wenn ich daran denke, was ich noch alles in diesem Land vorhabe, kommen mir vier Monate verdammt kurz vor.

Obwohl ich mich immer über das Wetter beschwere, kann ich mich eigentlich nicht beklagen, denn bei den meisten Ausflügen scheint dann doch die Sonne. So auch diese Woche. Nach meinem Finnisch Kurs am Montag, in dem wir hauptsächlich Zahlen durchgenommen haben, sind Caro, Bea, Mathilde und ich spontan an den Strand in Turku gefahren. Es war zwar ziemlich windig, aber die Sonne schien und der Strand war bis auf ein paar Rentner leer.

Der Strand befindet sich genauer gesagt auf einer Halbinsel namens Ruissalo und außer einem Campingplatz, einem Spa Hotel und Bäumen gibt es da so gut wie nichts. Aber es ist wunderschön um spazieren zu gehen, was wir, nachdem es zu kalt wurde, um am Strand zu sitzen, auch gemacht haben. Dann hatten wir Lust auf eine heiße Schokolade, aber jedes Café an dem wir vorbei kamen, hatte geschlossen, da die Saison ja schon vorbei ist. Im Spa Hotel sind wir dann schließlich fündig geworden. Dort gab es auch eine große Terasse, wo man gemütlich sitzen konnte. Allerdings waren außer uns echt nur alte Leute dort. Aber wie soll es an einem Montagnachmittag auch anders sein, wenn normale Menschen arbeiten müssen. 

Dienstag ist mein freier Tag und da ich nicht nur daheim herum sitzen wollte, sind Mathilde und ich schwimmen gegangen. Das war auch eine interessante Erfahrung. Erstmal gab es keine richtigen Umkleiden, sondern nur einen großen Raum mit Schließfächern. Immerhin waren Frauen und Männer getrennt. Das Bad an sich war ziemlich klein. Es gab fünf 25 Meter Bahnen, von denen allerdings zwei abgesperrt waren. In diesen zwei Bahnen waren viele alte Frauen, die im Kreis gelaufen sind. Also sie hatten solche Schwimmgürtel um und sind alle hintereinander her gelaufen oder wie auch immer man das nennen soll. Das sah echt komisch aus. Ich meine im Freibad in Niefern schwimmen ja auch manchmal welche mit Schwimmnudeln, aber sowas hab ich noch nicht gesehen. Vor allem war es mega leise, da niemand richtig geschwommen ist und ich kam mir wie ein Störenfried vor als ich ganz normal meine Bahnen gezogen hab. Dann hat die Bademeisterin auch noch zu mir gesagt, dass ich eine Badekappe tragen muss, die ich natürlich nicht dabei habe. Ich besitze ja nicht mal eine. So ganz hab ich das Problem auch nicht verstanden, weil ich hatte meine Haare in einem Dutt und ich geh normalerweise beim Schwimmen nicht mit dem Kopf unter Wasser. Sie hat mir dann eine ausgeliehen. Das war aber keine sportliche, sondern eine Oma-Badekappe mit pinken Blümchen. Ich kam mir echt bescheuert vor. Aber gut, mich hat da ja sowieso niemand gekannt. Mathilde hatte ihre eigene Badekappe dabei. Nach diesem etwas seltsamen Besuch haben wir beide beschlossen fürs nächste Mal ein anderes Schwimmbad zu suchen. Zum Glück gibt es davon einige in Turku. Abends fand in der Kuka Bar eine Open Stage Night statt. Bea hatte spontan beschlossen da ein, zwei Lieder zu singen und auch Giancarlo, der Peruaner, den ich am Freitag auf dem Konzert getroffen habe, hat mit seinem Nachbarn ein Duett auf der Gitarre vorbereitet. Da bin ich doch gerne zur Unterstützung mitgekommen. Außerdem hat das Bier dort nur 3,50€ gekostet, das sind ja fast deutsche Preise. Der Abend war dann echt cool. Es wurde hauptsächlich gesungen. Bea hat eine Hammer Stimme, das hätte ich gar nicht erwartet. Auch Giancarlo hat sich gut geschlagen, aber an seinem Gesang sollte er noch etwas arbeiten. Schade, dass ich meine Gitarre nicht hier habe, sonst hätte ich vielleicht auch etwas einstudiert, obwohl ich wahrscheinlich noch nicht bereit dafür bin auf einer Bühne zu spielen. Aber Bea beim Singen zu begleiten wäre schon cool. 

Am Mittwoch hatte ich die erste Vorlesung über die Balic Sea Region. Das war ganz interessant, aber ich habe die Befürchtung, dass es etwas zu sehr in die politische Richtung geht und da kenne ich mich nicht sehr gut aus. Mein Referat muss ich über Drogenschmuggel halten, das wird bestimmt gut. Aber jetzt heißt es erst mal jede Woche einen Text lesen und ein zweiseitiges Essay darüber schreiben. Das ist weniger lustig, aber ich wusste ja dass ich mich hier während des Semesters mehr rein hängen muss wie in Marburg und solange mich das Thema interessiert, ist es auch halb so schlimm. Abends fand die offizielle Semesterstart-Party statt. Wir sind extra früh hin, weil es anscheindend für die ersten hundert ein Patch umsonst gab. Also entweder war das eine Lüge oder wir sind trotzdem zu spät dran gewesen. Die erste Stunde war dann nicht so spannend, weil kaum einer da war, aber vielleicht lag es auch daran, dass wir erst später gemerkt haben dass es ein upstairs gab, wo auch nochmal ein Dancefloor war. Also eigentlich war die Party in zwei verschiedenen Clubs, die sich aber im selben Gebäude befanden und wir waren am Anfang in dem Club, in dem nichts los war. Oben war es dann deutlich besser, auch wenn ab und zu komische Techno Musik kam. Die anderen wollten allerdings schon um halb 2 gehen, weil sie um zehn Uni hatten. Da bin ich natürlich mit, da ich mir alleine kein Taxi leisten kann und Caro, die dageblieben ist, mit dem Fahrrad unterwegs war. 

Donnerstags hatte ich wieder die Vorlesung über Finnland. Während sich der erste Teil um Statistiken über den durchschnittlichen Finnen drehte, sollten wir im zweiten Teil in Kleingruppen einen Finnen malen. Wir kamen uns etwas bescheuert dabei vor, aber es hat echt Spaß gemacht. Unser Finne ist ziemlich klein, weil Finnen sind entweder unter 1,70 oder über 1,90 (das ist zumindest meine Beobachtung bisher gewesen), er hat natürlich blaue Augen und lange blonde Haare. Außerdem ist er Bassist in einer Metal Band, ist sehr naturverbunden, spielt Eishockey und trinkt ein bis zwei Bier jeden Abend. Wir haben also die meisten Klischees abgehandelt. Unsere "wunderschöne" Zeichnung dürfen wir nächstes Mal sogar präsentieren. Ich komme mir ein bisschen wie in der Schule vor, aber Uni läuft hier anscheinend so ab. In mein Learning Diary schreibe ich dann: Heute haben wir ein lustiges Bild von einem durchschnittlichen Finnen gemalt. Oder sowas ähnliches.

Morgen machen wir einen Ausflug nach Tampere. Bin schon sehr gespannt, was es in der Stadt so schönes gibt. Ich hab übrigens die Kajak-Bilder in den Eintrag über die Aland Inseln eingefügt, falls ihr sie noch anschauen wollt. Und ich hab noch eine tolle Neuigkeit: Vali kommt mich nächste Woche besuchen! smile Wir gehen dann zusammen nach Helsinki und dürfen bei Anna übernachten, da freue ich mich schon drauf. 

10Sept
2017

Kunst, Musik und Medien mal anders

Diese Woche habe ich die Fächer meines Studienganges Kunst, Musik und Medien mal anders erlebt als in Marburg. Es geht um Architekur, finnischen Metal und Hollywood-Klassiker... damit könnte ich mich gerne jede Woche befassen laughing Leider hatte es nicht ganz so viel mit der Uni zu tun, aber lest selbst smile

Die erste Uniwoche hat begonnen! Am Montag hatte ich meine erste Finnischstunde. Das ist echt eine faszinierende Sprache. Aber viel mehr als moi (hallo), kiitos (danke) und kippis (Prost) weiß ich immer noch nicht. Wir haben uns hauptsächlich mit dem Alphabet beschäftigt. Das hört sich sehr ähnlich wie das deutsche an, es gibt sogar ä und ö. Aber k wird zum Beispiel koo ausgesprochen und y wie ü. Das ist am Anfang ein bisschen verwirrend, aber im Vergleich zur französischen Aussprache echt einfach. Das war ja nicht unbedingt mein Lieblingsfach in der Schule. Allerdings gibt es echt lange Wörter. Das liegt daran, dass an ein Wort ganz viele Endungen dran gehängt werden, die das Wort dann beschreiben. Zwei große rote Häuser ist im Finnischen ein Wort, die Sprache funktioniert also ganz anders als Englisch oder Deutsch. Ich freu mich trotzdem darauf mich mit der Sprache auseinanderzusetzen. Außerdem fand am Montag ein International Board Game Evening statt, was ich mir nicht entgehen lassen wollte. Mathilde ist mit mir mitgekommen. Leider kamen wir zu spät, weil wir den Raum Ewigkeiten nicht gefunden haben. Deshalb waren die meisten Spiele auch schon belegt als wir ankamen und auf "Spitz pass auf" (keine Ahnung wer das angeschleppt hat...) hatte ich nicht so Lust. Also haben wir halt mit ein paar anderen Nachzüglern Qwixx gespielt, was ja eigentlich immer geht. Aber das auf Englisch zu erklären ist gar nicht so einfach. Nach zwei Stunden war der Abend dann auch schon vorbei, weil der Raum nur so lange frei war. Also bei Spieleabend habe ich eher an vier bis fünf Stunden gedacht, vor allem wenn man kompliziertere Spiele spielen will. Ändern konnten wir es trotzdem nicht und so sind wir schon um halb neun wieder daheim gewesen. 

Am Dienstag war der Welcome Carnival in der Uni. Das ist so ähnlich wie die Welcome Fair für die Exchange Students nur das da alle Studenten der Uni Turku eingeladen sind. Es wurde sogar eine Bühne aufgebaut, der Direktor hat eine Rede gehalten und es wurde Musik gespielt. Ansonsten waren natürlich die ganzen studentischen Organisationen vertreten, bei denen man wieder massenweise Patches abstauben konnte. Ich hab mittlerweile sieben. Außerdem habe ich eine Organisation gefunden, die ganz viele Konzerte unterschiedlicher Genres organisiert. Das ist auf jeden Fall sehr sinnvoll für mich. Beim Germany-Stand habe ich ein "Ich lidl dich" Patch gewonnen, das ich mir wahrscheinlich sonst gekauft hätte, ich finde es echt witzig. 

Da das Wetter am Wochenende schlecht werden soll, beschlossen Bea und ich am Mitwoch nach Rauma zu fahren. Die anderen Mädels hatten leider alle Uni, deshalb mussten wir alleine gehen, aber es war trotzdem ziemlich cool. Rauma ist eine kleine Küstenstadt 1,5 Stunden von Turku entfernt und sieht so aus wie man sich ein finnisches Städtchen vorstellt. Alte Holzhäuser, ein wunderschöner Hafen und drumherum jede Menge Wald. Zu unserer Überraschung fand an diesem Tag ein Street Food Festival statt.

Wir sind durch die Stände geschlendert, haben jede Menge leckeres Essen probiert (finnischer Honig - es gibt sogar welchen mit Lakritzgeschmack!, italienischer Parmesan und französische Schokolade) und sind dann in die Altstadt von Rauma gegangen.

Dort befindet sich auch die älteste Kirche von Rauma, die zum Weltkulturerbe gehört.

Weiter ging es zum Aussichtsturm von Rauma, der zwar von außen nicht sehr schön aussah, aber dafür war der Ausblick umso schöner.

Von dort aus kann man auch sehr schön sehen wie viel Wald es in Finnland einfach gibt. Am Donnerstag habe ich in der Uni gelernt, dass Finnland nur 10% bebaut ist, 90% sind Seen, Felsen und eben Wälder. Der Wald nimmt 75% davon ein. Dagegen kommt mir der Schwarzwald winzig vor. Dort tranken wir dann auch einen Kaffee (beziehnungsweise ich eine heiße Schokolade) und planten unsere weitere Tour.

Wir beschlossen zum Hafen zu gehen, auch wenn das ein ziemlich weiter Fußmarsch bedeutete, da wir uns auf der anderen Seite von Rauma, im Landesinneren, befanden. Da das Wetter aber so gut war, störte uns das nicht. Dabei kamen wir am Strand vorbei, der einfach traumhaft war.

Wir machten Pause auf den Felsen und genoßen die warmen Sonnenstrahlen. Zum Hafen war es nicht mehr weit. Auch dort war es richtig schön.

Es gibt einen alten Wasserturm, von dem man eine schöne Aussicht hat, allerdings hatte der schon seit Mitte August geschlossen, genauso wie das Art Cottage daneben.

Da wir so gut wie die einzigen Touristen dort waren, kann ich das auch verstehen, allerdings weigere ich mich zuzustimmen, dass der Sommer Ende August schon vorbei ist. Dann war es auch schon wieder Zeit für den Rückweg in die Stadtmitte, wo wir den letzten Bus zurück nach Turku nahmen.

Donnerstags hatte ich meine erste richtige Vorlesung: Knowledge about Finland. Das war echt interessant. Wir haben uns mit den verschiedenen Regionen in Finnland beschäftigt und jetzt habe ich ganz viele neue Reiseziele. Vor allem die finnische Seenplatte (Järvi-Suomi) im Osten und das finnische Hügelland (Vaara-Suomi) im Nord-Osten will ich mir gerne anschauen. Und natürlich Lappland, aber der Trip ist schon für Anfang Dezember mit ESN geplant. Diese Woche war Anmeldebeginn und ich hab zum Glück einen Platz bekommen. Mal schauen, ob ich mit den Mädels Kurztrips in die anderen Regionen planen kann. Ansonsten haben wir nicht viel gelernt, weil hauptsächlich Organisatorisches besprochen wurde. Zum Beispiel muss ich keine Klausur schreiben, aber dafür ein Learning Diary, in dem ich meine Gedanken und Meinungen zu jeder Vorlesung aufschreiben muss. Das ist ein ganz anderes System als in Deutschland. Am Ende folgt noch ein Essay, dessen Thema auch frei gewählt werden kann. Also es muss natürlich irgendwas mit Finnland zu tun haben. Wahrscheinlich werde ich meines den finnischen Metal Bands widmen laughing. Danach fand in unserem Wohnheim eine Info-Veranstaltung über Waschen, Sauna und so weiter statt, was ziemlich unnötig war, da wir jetzt schon fast drei Wochen hier wohnen und das mittlerweile alles selber heraus gefunden haben. Caro und ich kamen sowieso zu spät, weil wir bis um sechs die Vorlesung hatten und es schon um fünf angefangen hatte. Deshalb waren nur noch ein paar Mädels da, die ich fast alle schon kannte, aber es war trotzdem ganz cool mit denen zu quatschen und es gab Süßigkeiten umsonst. Eigentlich wurde uns bei der Veranstaltung eine Barbecue versprochen (der Hauptgrund warum wir dahin gegangen sind), aber das ist anscheinend, aus welchen Gründen auch immer, ausgefallen. 

 Am nächsten Morgen hatte ich wieder meinen Finnisch Kurs. Dieses Mal haben wir uns hauptsächlich um die Aussprache gekümmert, was jetzt nicht so interessant war. Ich hoffe, dass wir nächste Woche mal ein paar neue Wörter lernen. Abends bin ich zu einem Konzert, was der Metal Club der Uni organisiert hat. Da keiner der Mädels sonderlich großes Interesse an Metal hat, bin ich alleine hin gegangen. Es hat eine Weile gedauert bis ich die Location gefunden habe. Auf der Veranstaltungsseite stand, dass es sich in der Nähe vom Logomo (einer größeren Konzerthalle) in einem braunen Backsteingebäude befindet. Das Problem war, dass es da nur braune Backsteingebäude gab, deshalb bin ich erst mal ein paar Minuten herum geirrt, bis ich andere Menschen gesehen habe und denen einfach gefolgt bin. Der Raum war nicht sehr groß, aber echt cool eingerichtet. In einer Ecke standen Sofas, es gab eine Bar und natürlich eine kleine Bühne. Es hätten vielleicht hundert Leute da rein gepasst, so viele waren aber nicht da. Ich hab mir erst mal ein Bier geholt, das dort im Verhältnis zu anderen Kneipen relativ billig war. Die meisten Besucher waren Finnen, aber ich habe auch englisch sprechende Menschen gefunden, an die ich mich dann erst mal dran gehängt habe. Das waren ein Amerikaner, einer aus Peru und ein Kolumbianer. Das Problem an den Finnen ist, dass sie Smalltalk hassen. Das heißt, es bringt eigentlich nichts sie anzusprechen, weil man sich dann meistens nur anschweigt, wenn man sich noch nicht kennt. Das ändert sich aber spätestens nach ein, zwei Bier, dann sind sie die gesprächigsten Menschen der Welt. Also nach der zweiten Band habe ich mich dort eigentlich schon wie zu Hause gefühlt und mich mit verschiedenen Leuten unterhalten. Die waren alle mega nett und ich finde es richtig cool, dass es hier so eine Metal Community gibt. Jetzt mal zur Musik. Die Bands waren alle drei klasse, was ich bei vier Euro Eintritt nicht unbedingt erwartet habe, aber ich lasse mich immer gerne positiv überraschen. Alle Bands kamen aus Turku. Die erste hieß Kauheus und hat einfach jedes Metal Genre das es gibt zusammen gemixt. Dabei kamen einige coole Lieder raus, aber manchmal war es mir auch zu viel Durcheinander. Auf jeden Fall wurde es nicht langweilig und die Vocals waren der Hammer. Finnischer Gesang passt auch einfach super zu Metal. Es sollte allgemein weniger auf Englisch gesungen werden, das ist mittlerweile so ausgewaschen. Die zweite Band, Savage Land, hat Thrash Metal gemacht. Ich bin ja nicht so der Thrash Fan, aber das war richtig guter, aggressiver Thrash. Die würde ich mir jeder Zeit wieder anschauen. Sisin, die letzte Band, war etwas schwächer als die zwei anderen. Die Musik ging eher Richtung Hard Rock, obwohl es ein paar Stellen gab, die etwas brutaler waren und zu denen man echt gut Headbangen konnte. Zu diesem Zeitpunkt war auch der Großteil schon angetrunken, was die Stimmung nochmal anhob und einen kleinen Headbang Contest hervor rief. Es gibt doch nichts schöners als mit anderen Menschen zusammen zu Headbangen. Ja, ich mag dieses Land definitiv. 

Auch wenn diese Saunaverrücktheit manchmal doch ein bisschen zu weit geht. Ich wurde ernsthaft nach dem Konzert gefragt, ob ich jetzt noch in die Sauna gehen will, weil es sogar in dieser kleinen Konzert-Location eine Sauna im ersten Stock gibt... Da ich meinen letzten Bus erwischen musste, habe ich dankend abgelehnt, aber um halb zwei morgens bin ich sowieso nicht in Sauna Stimmung. Nächste Woche veranstaltet der Metal Club eine Sauna-Party. Ich bin mal gespannt wie das wird. 

Gestern war das Wetter sehr regnerisch. Eigentlich wollten wir eine Walking Tour machen, die Dark Stories of Turku hieß, aber wir hatten keine Lust zwei Stunden durch den Regen zu laufen. Außerdem haben wir heraus gefunden, dass an diesem Tag eine Art Filmfest stattfindet. Es werden den ganzen Tag Filme an den unterschiedlichsten Orten in Turku gezeigt und man muss nicht mal Eintritt bezahlen. Zum Glück synchronisieren die Finnen englische Filme nicht, sonst hätte das wohl keinen Sinn für uns gemacht. Ich bin mit Mathilde und Bea, zwei schottischen Mädels und einer aus der Schweiz losgezogen und wir haben uns für The Great Gatsby und Lion entschieden. The Great Gatsby wurde in einem Hotel gezeigt. Dort gab es im Untergeschoss einen großen Saal wo eine Leinwand aufgebaut war. Es gab sogar Popcorn umsonst, aber ich leider keins mehr bekommen. Außerdem essen die hier irgendwie nur salziges Popcorn, das schmeckt sowieso nicht so gut. Der Film war ziemlich gut, ich wollte den eh schon lange mal anschauen. Danach sind wir ins Hunter's Inn, einen Pub, wo Lion lief. Ich hab noch nie in einer Kneipe einen Film geschaut, aber das war eigentlich ziemlich cool. Normalerweise wird da Sport gezeigt, deshalb hingen auch überall Fernseher und man hatte von überall einen Blick drauf. Der Film an sich war echt schön, sehr emotional und auch traurig, aber vom Anfang haben wir leider nicht so viel mit bekommen, da es in Indien gespielt hat und alle Hindi gesprochen haben. Die Untertitel waren natürlch finnisch und nicht englisch. Allerdings wurde das meiste durch die Bilder vermittelt, also haben wir nicht so viel verpasst.

Das war eine ziemlich ereignisreiche Woche. In naher Zukunft muss ich mich wohl mehr auf die Uni konzentrieren und kann nicht mehr ganz so viel unternehmen, aber ich bin mir sicher, das werden trotzdem schöne Wochen werden.

07Sept
2017

Sonne, Strand und Mee(h)r auf den Aland Inseln

Letzten Freitag machten wir uns schon früh morgens auf den Weg zur Fähre, um zu den Aland Inseln zu fahren. Eine sechsstündige Schifffahrt erwartete uns. Die Fähre war riesig und war eher wie ein Kreuzfahrtschiff ausgestattet mit Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, sogar ein Wellnessbereich und einen Nachclub gab es. Wir haben uns die meiste Zeit mit Kartenspielen und schlafen vertrieben. Dabei habe ich immer wieder die Aussicht genossen.

   

Das Schiff schlängelte sich um kleine und große Inseln herum, auf denen manchmal nur ein Haus stand oder auch gar keins zu sehen war. In Mariehamn, der Hauptstadt der Aland Inseln, angekommen, war unser Campingplatz nur zwanzig Minuten zu Fuß entfernt. Dort hatten wir zwei Hütten gemietet, die zwar nicht besonders groß waren, aber für uns völlig ausreichten. Viel interessanter war sowieso der wunderschöne Strand, wo wir uns erstmal ausruhten.

Lange konnten wir aber nicht in der Sonne liegen, schließlich wollten wir ja noch etwas erleben. Fee hatte die Idee ein Kanu zu mieten und damit zwischen den Inseln herum zu paddeln, was auf geteilte Meinung traf. Während Bea, Mathilde, Caro und ich sofort Feuer und Flamme dafür waren, wollten Camilla, Johanna und Priscille lieber die Stadt erkunden, weshalb wir unsere Gruppe aufteilten. Der Mann vom Campingplatz konnte uns zum Glück mit dem Kajakverleih weiterhelfen und nachdem wir etwas herum telefoniert hatten, fanden wir eine Ablegestelle ganz in der Nähe, die uns auch noch am späten Nachmittag Kajaks vermieten wollten. Ich hatte ja anfangs meine Zweifel, ob das alles wirklich hinhaut, aber als wir dann eine halbe Stunde später dort ankamen, wartete schon ein junger Mann (der Ina bestimmt sehr gut gefallen hätte wink) auf uns. Ich bin zwar bisher immer nur Kanu gefahren und nie Kajak, aber es stellte sich heraus, dass das auch nict schwieriger war. Nach einer kurzen Einweisung durften wir mit zwei Doppelkajaks und einem Singlekajak aufs Wasser. Caro hat sich glücklicherweise dazu bereit erklärt alleine zu fahren, weil ich hätte mir das nicht unbedingt zugetraut. Das Wetter war einfach perfekt. Strahlendblauer Himmel, kein Wind und das Wichtigste: keine einzige Seele auf dem Meer. Wir waren komplett alleine und paddelten gemütlich in der Abendsonne zwischen den Inseln hin und her. So eine Friedlichkeit habe ich selten erlebt. Die zwei Stunden vergingen wie im Flug. Ich muss sagen, und das tut mir echt leid liebe Katha und liebe Ina, das war nochmal ein, zwei Stufen höher als unsere Kanutour auf der Lahn, obwohl die natürlich auch wunderschön war. Leider hatte ich meinen Foto nicht im Boot, deshalb könnt ihr nur die Aussicht vom Strand aus bewundern.

Nach diesem wunderschönen Ausflug kamen wir sehr hungrig ins Camp zurück. Die anderen hatten schon eingekauft und waren schon fleißig am Kochen, was gar nicht so einfach war mit den wenigen Kochutensilien, die es dort gab. Aber am Ende hatten wir Nudeln mit Gemüse und Tomatensoße, was ziemlich lecker war. 

Am nächsten Morgen liehen wir uns Fahrräder und machten uns auf in den Süden der Insel. Von dort aus konnten wir über eine Brücke auf eine andere Insel und auch diese Insel war wieder mit anderen verbunden.

So überquerten wir einige Inseln, bis wir an einen Bootssteg kamen, wo wir Pause machten. Ziemlich schnell bemerkten wir, dass wir uns auf Privatgrundstück befanden, aber das Haus war zu der Zeit unbewohnt und so störte es ja keinen wenn wir am Wasser saßen. Auf den Inseln ist gefühlt alles privat, aber es gibt auch fast keine Zäune, die das irgendwie kennzeichnen würden, deshalb ist das gar nicht so einfach heraus zu finden, wo man sich aufhalten darf. Während ich auf dem Steg lag und mir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen habe, waren Johanna, Priscille und Caro verrückt genug im eiskalten Wasser schwimmen zu gehen.Natürlich hatte niemand an einen Bikini gedacht, weshalb sie unsere Tour dann mit nasser Unterwäsche fortsetzen mussten. Aber es sah so aus als hätten sie jede Menge Spaß, mich hätten da trotzdem keine zehn Pferde rein gebracht.

Nach der etwas längeren Pause, setzten wir unsere Tour fort. Leider gibt es auf den Inseln so gut wie kaum Fahrradwege, weshalb wir hauptsächlich auf der Hauptstraße gefahren sind. Da kamen zwar nicht sehr viele Autos vorbei, aber es war trotzdem nervig. Vor allem hat man von dort aus auch nicht so viel von der schönen Landschaft gesehen. Die Kajaktour hat da definitiv mehr spaß gemacht, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich nicht sooo gerne Fahrrad fahre. Gegen zwei sind wir dann wieder zum Campingplatz zurück. Camilla, Johanna, Mathilde und Priscille wollten mit dem Fahrrad weiter zu einer Burg, die 25km entfernt liegt. Wir anderen hatten da nicht so Lust drauf und sind mit dem Fahrrad in die Stadt reingefahren, was nicht mal zehn Minuten gedauert hat. Sehr groß ist das Zentrum nicht, aber wir haben ein richtig süßes Café gefunden, in dem wir uns ein Stück Kuchen und eine heiße Schokolade gegönnt haben.

Dann musste wir noch fürs Frühstück einkaufen und den anderen eine Pizza mitbringen, da wir keine Lust auf kochen hatten. Eigentlich wären wir echt gerne Fisch essen gegangen, wenn man schon mal auf einer Insel ist, aber unter 25€ bekommt man im Restaurant gar nichts und das war uns natürlich zu teuer. Da wir aber nicht so Lust auf Pizza hatten, entschieden wir uns dafür Hesburger mal auszuprobieren, was ja quasi typisch Finnisch ist. Also Hesburger ist eine finnische Fast Food-Kette, die Burger und so anbietet. Ist ähnlihch wie McDonalds, aber schmeckt besser meiner Meinung nach. Das erste Hesburger Restaurant hat übrigens in Turku aufgemacht. Es gibt sie aber mittlerweile einfach überall. Nach dem Essen kam mein zweites Highlight: die Sauna. Obwohl ich damit bisher nicht viel anfangen konnte, wollte ich es nochmal ausprobieren. Wir hatten die Sauna für halb neun gebucht. Sie befand sich direkt am Strand in einer kleinen Hütte und wir hatten sie ganz für uns alleine. Von drinnen konnte man durch ein kleines Fenster den Sonnenuntergang beobachten, dafür hat es sich schon gelohnt. Aber das beste war, dass man nach einem Saunagang einfach ins kalte Meer springen konnte, ein paar Züge schwimmen und dann wieder zurück in die Sauna. Ich hätte nie gedacht, dass das so viel Spaß machen kann. Caro und ich haben vier Saunagänge durchgehalten. Nach dem letzten war der Mond schon am Himmel zu sehen und wir sind dann im Mondlicht geschwommen.

Das war auf jeden Fall ein wunderschöner Tagesabschluss. Den Tag haben wir gemütlich mit Kartenspielen ausklingen lassen. Ich vermisse richtige Spiele schon ein wenig. Karten sind einfach nicht das gleiche, aber wir haben ja leider nichts anderes da. 

Sonntags mussten wir um elf aus unseren Hütten raus. Unsere Fähre hat erst um zwei abgelegt, also sind wir in der Stadt noch einen Kaffee trinken gegangen. Auf der Fähre war es diesmal ziemlich voll. Erst saßen wir draußen, aber da wurde es schnell zu windig. Dann haben Mathilde, Caro und ich auf Deck Twister entdeckt und erst mal zwei Runden gespielt. Das war echt witzig, hab das schon ewig nicht mehr gemacht.

 

 

Drinnen haben wir gerade so einen Platz für acht Personen bekommen. Später sind wir noch in den Supermarkt gegangen und haben Bier gekauft, weil das auf der Fähre viel billiger ist, da die Steuern wegfallen. Man kann es aber trotzdem leider noch nicht mit den deutschen Preisen vergleichen. 

Insgesamt war das ein richtig tolles Wochenende und ich hoffe, dass ich noch viele solcher Tage in Finnland erleben darf! Weitere Fotos werde ich in den nächsten Tagen einfügen smile

31August
2017

Turku in allen Facetten

Am Sonntag machten Bea, Mathilde und ich uns auf, um Turku besser kennenzulernen. Bis auf die Uni hatten wir ja noch nicht so viel gesehen. Die Studentenorganisation ESN Turku hat eine Walkingtour für die Exchange Students organisiert. Wir kamen unteranderem an der ältesten Kirche in Turku vorbei. Sie wurde im 12. Jahrhundert gebaut, ist allerdings immer wieder abgebrannt, da Turku mehrere große Stadtbrände erlitten hat. Deshalb ist leider nicht mehr ganz so viel von dem originalen Bau vorhanden, aber ich finde sie trotzdem echt schön.

Drinnen war ich leider noch nicht, aber das werde ich auf jeden Fall noch nachholen, vor allem, weil Tanja finnische Geschichte studiert und so gut wie alles über die Kirche weiß. Sie hat mir schon eine exklusive Tour angeboten. Der verheerendste Brand in Turku ereignete sich 1827. Danach wurde die Stadt komplett neu im Schachbrettmuster aufgebaut. Man kommt sich echt vor wie in Mannheim. (Mit New York wollte ich es jetzt nichtunebdingt vergleichen tongue-out)Jede Straße führt einfach starr geradeaus, also genau das Gegenteil von Marburg. Und die Finnen lieben Ordnung. Im Anstehen schlagen sie sogar die Briten. Hier gibt es überall, sei es in der Bank, der Post oder dem Internaional Office der Uni einen Automaten, bei dem man eine Nummer ziehen muss und dann aufgerufen wird, wenn man dran ist. Außerdem befand sich in Turku die erste finnisch sprachige Universität. Sie wurde schon 1640 gegründet, allerdings zog sie im 19. Jahrhundert nach Helsinki um, da Russland die Herrschaft über Finnland erlangte, Turku zu dicht an Schweden, dem vorherigen Besetzer Finnlands, lag und somit Helsinki zur neue Hauptstadt ernannt wurde. Damit zog dann auch die Uni um und Turku bekam erst wieder Anfang des 20. Jahrunhderts eine Universität, ebenso wie Finnland 1917 endlich die Unabhängigkeit erreichte. Trotzdem blieb Helsinki Hauptstadt. Das war's erst mal zur Geschichte von Turku, ich werde euch nicht länger mit Fakten langweilen. 

Auf dem Platz mit dem orangenen Gebäude wird jedes Jahr auf dem Balkon die offizielle Weihnachtsanprache gehalten. So gut wie alle Einwohner von Turku sind anwesend und die die nicht da sein können, verfolgen das Spektakel im Fernsehen. Und natürlich gibt es Essen und eine Band, die Weihnachtslieder spielt. Daneben könnt ihr die älteste Straße in Turku bewundern, die das Feuer überlebt hat.

 

Dann waren wir in einem großen Park, von dem man über die ganze Stadt blicken kann.

Nach der Tour gingen Bea, Mathilde und ich was essen und beschlossen dann einen kleinen Spaziergang zur Burg am Hafen zu machen. Das Wetter war ganz okay und der Weg am Fluss entlang echt schön.

Die Burg wurde auch schon viele Male umgebaut, deshalb ist es schwierig zu sagen, welche Architektur dahintersteckt, aber die Tendenz geht zur Romanik. Nächstes Mal werde ich sie mir auch von innen anschauen, dazu hatten wir nach dem vielen Laufen keine Lust mehr.

Der Montag startete so ganz untypisch: der Himmel war blau! Dieser doch seltene Zustand hat uns geradezu dazu gezwungen schon vormittags das Haus zu verlassen. Fee, Mathilde und ich haben uns auf den Weg zu dem See Littoistenjärvi in Varissuo gemacht. Also Varissuo heißt der Vorort in dem ich wohne und nicht einmal zwanzig Minuten zu Fuß entfernt liegt ein wunderschöner See, der so klar ist, dass man das Wasser fast schon trinken möchte. Das ist bisher mein Highlight in Finnland und liegt einfach direkt vor meiner Haustür! Ich lasse am besten mal die Bilder für sich sprechen.

Wir sind dem Weg am See entlang gefolgt, bis wir auf ein Sumpfgebiet gestoßen sind. Dort gab es einen Aussichsturm von dem man alles überblicken konnte.

Dann haben wir uns einen schönen Felsen gesucht und auf einer Decke Pause gemacht. Es ist so schön einfach in der Sonne zu liegen, die Augen zuzumachen und man hört nichts anderes als das leise Plätschern des Wassers.

Am Abend haben wir uns zum Kochen verabredet. Wir haben Wraps gemacht und dabei unseren Trip zu den Aland Inseln geplant.

Gestern war die erste Party in Turku. Eine Welcome Erasmus Party. Da ich an einer Hand abzählen kann, wie oft ich dieses Jahr in einem Club feiern war, habe ich mich richtig darauf gefreut. Wir haben uns bei Caro und Fee zum vortrinken getroffen und sind dann zusammen um zwölf zur Party. Da war auch einiges los, sodass wir erst mal anstehen durften. Drinnen war es dann echt ganz cool, obwohl die Musik nach einer halben Stunde echt nervig war. Gefühlt immer das gleiche. Aber wir haben bis um halb drei durchgehalten und es macht einfach mega Spaß mit den Mädels wegzugehen. Ich fühle mich ein bisschen wie am Anfang von meinem Au pair Jahr, da war ich auch oft mit den Mädels feiern.

So jetzt habe ich die verschiedensten Seiten von Turku gesehen: die City, die Landschaft um Turku herum und das Nightlife. Ich bin mir sicher, dass diese Stadt noch einige Überraschungen für mich parat hält und ich längst noch nicht alles gesehen hab. Zum Glück habe ich dafür noch fast vier Monate Zeit smile

27August
2017

Von finnischen Unis und Mumins

Und schon ist die erste Woche vorbei! Und der Sommer für mich wohl auch endgültig frown. Während in Deutschland alle bei über 30 Grad schwitzen, bin ich froh wenn es hier überhaupt 15 Grad werden und sich die Sonne mal für fünf Minuten blicken lässt. Die Finnen stört das nicht sonderlich. Es gibt genug, die in Sommerkleid und Flip Flops herum laufen. Ich hab mittlermeine meinen Schal ausgepackt, aber bisher weigere ich mich noch meine Winterjacke anzuziehen. Was mache ich denn dann wenn wirklich Winter ist? Zum Glück habe ich meine gesamte Ski-Montur inklusive Skiunterwäsche eingepackt!

Mittwoch und Donnerstag habe ich von dem Wetter sowieso nicht sehr viel mitbekommen, da wir gefühlt den ganzen Tag in einem Vorlesungssaal saßen und tausende Informationen bekommen haben. Die Uni funktioniert hier halt doch etwas anders als in Marburg, aber ich freue mich trotzdem wenn es in gut einer Woche losgeht. Zum Beispiel ist das Semester in zwei Perioden aufgeteilt. Man sucht sich Kurse für die erste und zweite Periode aus. Man hat einen Kurs also nur acht Wochen. Das ist eigentlich ganz cool, weil man dann nicht so viele Kurse auf einmal hat, sondern diese auf die zwei Perioden aufgeteilt sind. Was mir aufgefallen ist, ist, dass die Finnen sehr viel kontaktfreudiger sind was E-mails angeht als die Deutschen. Zumindest was Uni-interne Dinge betrifft. Alle sagen, dass man bei Fragen immer eine Mail schreiben kann. Sogar der Rektor der Universität hat nach seiner Rede gesagt, dass ihm persönlich eine Mail schreiben kann. Ich hab unsere Unikanzlerin in Marburg höchsten zwei Mal gesehen und würde nie auf die Idee kommen ihr eine Mail zu schreiben, aber hier ist das anscheinend anders. Ich werde ihm trotzdem keine Mail schreiben. Hätte auch keine Idee was ich ihn so wichtiges fragen könnte. Donnerstag war nicht ganz so anstrengend. Da haben sich hauptsächlich die Studentenorganisationen vorgestellt, wie zum Beispiel der Unisport. Daran könnte sich Marburg echt mal ein Beispiel nehmen. Man bezahlt 44€ im Semester und kann alle Unisport Kurse belegen, vier verschiedene Fitnessstudios benutzen und kostenlos ins Schwimmbad! Das sind sehr gut investierte 44€ würde ich sagen. Vor allem das Schwimmbad werde ich wohl oft benutzen. Für die Kurse muss man sich immer im Vorraus einen Platz online reservieren, damit nicht zu viele Leute auf einmal dort sind, aber man kann auch Glück haben und einfach so vorbei kommen, meistens gibt es dann noch freie Plätze. Morgen fangen die zwei Probewochen an, in denen ich so viel wie möglich ausprobieren werde, dann muss man die Gebühr bezahlen. Ebenfalls donnerstags hat sich das Language Center vorgestellt. Ich werde auf jeden Fall einen Finnisch Survival Kurs machen. Ich bin so gespannt auf die Sprache! Seit ich hier bin habe ich so viele Schilder und so auf finnisch gesehen, es wäre echt toll wenn ich zumindest einen Bruchteil verstehen könnte cool.  Die Finnen lieben den Buchstaben i: grilli, paussi, stoppi, hissi, ich hab sogar einen Bus mit der Aufschrift Kaffepaussi gesehen... man kommt sich fast vor wie in der Schweiz :`D Außerdem gibt es Tandem-Programme, bei denen man einen Partner bekommt, der jetzt in meinem Fall Deutsch lernen will, wobei ich ihm helfen kann und im Gegenzug lerne ich Finnisch. Das ist auch eine gute Möglichkeit mit mehr Einheimischen in Kontakt zu kommen, deshalb werde ich das wahrscheinlich ausprobieren. Ich habe noch jede Menge andere Organisationen kennen gelernt, aber das will ich jetzt nicht alles ausführen. Hier noch ein Bild von mir mit meinen zwei Mitbewohnerinnen und Mavi, die auf dem selben Stock wohnt wie wir, im Auditorium.

  

Da es am Donnerstag endlich mal sonnig war und man es von Zeit zu Zeit sogar wagen konnte die Jacke auszuziehen, sind wir mit ein paar Mädels zum Fluss gegangen, wo es jede Menge Boat Bars gibt. Bei dem Wetter war es da richtig schön und hat sich fast wie Urlaub angefühlt. Auch wenn 7,50€ für ein Cider schon weh tun. Oft werde ich das also nicht machen.

 Da wir uns alle so gut verstanden haben, wollten wir nächste Woche etwas zusammen unternehmen. Also haben wir uns abends bei uns in der Wohnung getroffen und unseren ersten Trip geplant. Fee hatte die Idee zu den Aland Inseln, die sich zwischen Finnland und Schweden befinden, zu fahren, was wir alle gut fanden. Da man sechs Stunden mit der Fähre fahren muss, haben wir unseren Trip auf drei Tage ausgedehnt. Am Freitag geht es schon los. Auf dem Campingplatz auf der Hauptinsel gibt es Hütten, die gar nicht so teuer sind und sogar eine Küche haben. Da wir acht Mädels sind, haben wir zwei Hütten gebucht und auch schon die Gebühren für die Fähre bezahlt. Unserem Trip steht also nichts mehr im Wege und ich freue mich schon mega drauf. 

Am Freitag stand immer noch Organisatorisches auf dem Plan. Ich hatte die Bibliotheksführung von meinem Fachereich. Leider habe ich immer noch niemanden getroffen, der das selbe studiert wie ich. Also nicht genau das gleiche, aber zumindest Medien oder Musik. So wie es aussieht ist es hier wie in Deutschland: überall Juristen und BWL-Studenten. Ich wohne sogar mit einer Juristin und einer BWL-Studentin zusammen. Vielleicht sind in den Kursen, die ich gewählt habe, noch andere Exchange Students, oder ich bin halt allein unter Finnen, was auch okay wäre, solange sie Englisch reden. Dann haben wir noch ein bisschen was über Finnland und die finnische Kultur gelernt. Es gibt 3 Millionen Saunas in Finnland und nur gute 5 Millionen Einwohner. Das ist ein bisschen so wie bei den Norwegern mit ihren Blockhütten und Elchen, wie der Gerdi es immer so schön erzählt laughing. Wir haben sogar eine Sauna im Wohnheim, die ich demnächst mal noch ausprobieren muss. So ganz kann dieser Trend ja nicht an mir vorbei gehen, auch wenn ich dem bisher noch nicht so viel abgewinnen konnte. Nach dem Vortrag war eine Welcome Fair, bei der es Stände von allen möglichen studentischen Organisationen gab und man sich näher informieren konnte. Es gab sogar einen Deutschland-Stand, wo Patches mit "Ich Lidl dich" und ähnliches verkauft wurde. Patches sind in den finnischen Universitäten sehr beliebt. Man bekommt sie bei Partys, Events oder einfach von Organisationen denen man angehört. Die werden dann auf einen Overall genäht. So gut wie jeder finnische Student hat so einen Overall, der zeigt welcher Uni und welchem Fachbereich er angehört. Die Patches machen jeden Overall indivduell. Ich hab welche gesehen, die so zugenäht waren, dass gar keine weiteren Patches drauf gepasst hätten. Die Overalls werden dann auch zu Partys oder bei studentichen Events getragen. Das ist eigentlich eine ziemlich coole Tradition, aber für ein Semester war mir der Overall zu teuer, also werde ich einfach nur ein paar Patches sammeln und sie am Ende auf eine Tasche oder so nähen. Das coolste auf der Welcome Fair war der Stand vom Metal Club. Ja, die Uni Turku hat wirklich einen Metal Club, das ist so cool! Im September ist schon der erste Gig den sie organisieren, da will ich auf jeden Fall hin. Und für den Newsletter hab ich mich auch schon angemeldet. Vielleicht finde ich sogar noch Leute mit denen man Musik machen kann, obwohl ich meine Gitarre nicht dabei habe.

Am späten Nachmittag hab ich mich mit Tanja, den chinesischen Mädels und der Französin getroffen und wir sind zusammen zu Ikea gefahren. Da habe ich endlich alles gefunden, um anständig kochen zu können, was auch dringend notwendig war. Der Ikea sieht (welch Überraschung) genauso aus wie bei uns und ist zum Glück auch genauso billig. Nach über zwei Stunden bin ich müde nach Hause zurück gekehrt und habe mir erst mal mit der brandneuen Pfanne Nudeln mit Gemüse nach asiatischer Art gekocht. Meine Mitbewohner waren auf einer Party, aber ich konnte mich nicht so richtig aufraffen und ich bin mir sicher, dass noch jede Menge Partys kommen werden.

Am Samstag ging es mit Caro, Mathilde und Lisa nach Naantali. Das ist eine kleine Stadt direkt am Meer, in der hauptsächlich im Sommer viel Betrieb ist und vor allem Touristen unterwegs sind. Jetzt am Ende der Saison war es ziemlich leer. Wir haben dort die Mumin Welt besichtigt, Das ist ein Themenpark rund um die Kinderserie Die Mumins, die aus Finnland kommt. Sehr oft hab ich die Serie früher zwar nicht gesehen, aber die Figuren sind echt süß und Caro ist total begeistert davon, deshalb dachte ich mir ich komme mal mit. Leider hat sich heraus gestellt, dass es doch hauptsächlich für kleine Kinder gedacht ist, aber wir hatten trotzdem viel Spaß dort. Der Park liegt auf einer eigenen Insel, die durch eine Brücke mit Naantalin verbunden ist und auf der ganzen Insel sind die verschiednen Orte und Häuser aus der Serie dargestellt. Überall laufen die Figuren herum und man kann Fotos mit ihnen machen, was wir uns natürlich nicht entgehen lassen haben.

Mumminmama

Mummin Mumminpapa

Nachdem wir den ganzen Themenpark erkundet hatten und dabei auch ein Theaterstück auf Finnisch gesehen hatten, sind wir an den Strand der Insel und zurück nach Naantali, wo wir uns den kleinen Hafen angesehen haben.

Wie mein Wochenende weiter ging, erfahrt ihr beim nächsten Blogeintrag, der hoffentlich in ein, zwei Tagen fertig sein wird smile

22August
2017

Tervetuloa Suomeen! - Die ersten Tage

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, so viel ist in den letzten drei Tagen in diesem neuen Land passiert. Mein Flug verlief gut, es gab keine Verspätungen und ich habe mich nicht auf dem Flughafen verlaufen. Nach der Landung in Helsinki musste ich knapp zwei Stunden auf meinen Bus nach Turku warten. Das erste was mir aufgefallen ist, was in Finnland anders ist, sind die Toilettenschlösser. Hier dreht man nach links um abzuschließen. Das ist nur eine Kleinigkeit, aber sie begegnet mir überall. Das zweite was ich festgestellt habe, war, dass nicht alle finnische Busfahrer Englisch sprechen. Am Bussteig war es etwas verwirrend, weil zwei Busse gleichzeitig kamen und ich nicht wusste in welchen ich einsteigen muss. Der eine Busfahrer hat mich dann mit einem finnischen Wortschwall überschüttet, was mich so hilflos aussehen lassen, dass eine Frau an der Haltestelle mir geholfen hat. Also bin ich glücklicherweise in den richtigen Bus gestiegen. Allerdings musste ich nach 20 Minuten umsteigen und war mir nicht sicher an welcher Haltestelle, da der Busfahrer nur finnische Durchsagen gemacht hat. Also habe ich mich an meine Nebensitzerin gewendet, die leider keine Englisch konnte, dafür aber fließend Deutsch und Finnisch. Durch unser Gespräch auf Deutsch, habe ich dann eine andere deutsche Erasmus Studentin kennen gelernt, die vor mir saß und auch nach Turku musste. Wir sind dann an der richtigen Haltestelle gemeinsam umgestiegen und hatten eine nette Unterhaltung während der zweistündigen Fahrt.

Am Busbahnhof in Turku wurde ich von meiner Tutorin Tanja abgeholt, die sich schon vor meiner Ankunft per Mail gut um mich gekümmert hat und auch sonst top organisiert ist. Da ich mein Zimmer im Studentenwohnheim erst am nächsten Tag beziehen konnte, hat Tanja mich mit in ihre Wohnung genommen und ich durfte auf der Couch schlafen. Nachdem ich eine Kleinigkeit gegessen habe, sind wir mit ihrem Hund raus gegangen, um einen kleinen Rundgang um das Student Village zu machen. Zwei chinesische Exchange Students, die auch von Tanja betreut werden, sind auch mitgekommen. Eigentlich mag ich ja keine Hunde, aber Elli war echt süß und mega neugierig. Sie ist auch erst ein Jahr alt und deshalb noch ziemlich verspielt. Mein Zimmer befindet sich leider nicht im Student Village, das nur zehn Minuten von der Uni entfernt ist, aber der Rundgang war trotzdem gut, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Die Häuser sind nicht so schön, die meisten aus den 70ern und 80ern. Das kann man natürlich nicht mit Marburg vergleichen. Allerdings gibt es jede Menge Grünflächen und am Fluss Aura ist es echt schön.

Am nächsten Tag sind wir früh aufgestanden, um um neun meinen Schlüssel in der Housing Office abzuholen und den Mietvertrag zu unterschreiben. Zum Glück besitzt Tanja ein Auto, so war es am einfachsten mein Gepäck in das etwa vier Kilometer entfernte Wohnheim zu bringen. Mit dem Bus sind es nur zwanzig Minuten ins Zentrum, das ist okay, auch wenn ich von daheim nicht mal Zehnminuten Fußweg zur Uni gewöhnt bin. Wir haben nur meine Sachen abgeladen und meine erste Mitbewohnerin kennen gelernt. Sie kommt aus Ungarn und heißt Beata. Die Wohnung wurde erst vor unserem Einzug renoviert und ist deshalb echt schön. Wir haben sogar einen Balkon, den ich auch gerade während dem Schreiben nutze.

Unsere Küche Der Blick vom Balkon Mein Zimmer Unsere Küche

Dann sind wir direkt zur Universität, um mich dort zu registrieren. Dort haben wir uns auch wieder mit den chinesischen Mädchen getroffen und eine andere Tutorin war auch dabei. Danach haben wir das monatliche Busticket gekauft, das für Studenten 36€ kostet, was in Ordnung ist, dafür dass ich den Bus täglich nutze. Außerdem brauchte ich ein Internet-Kabel, weil es nur Lan im Studentenwohnheim gibt. Zurück in der Uni wollten wir unsere Starting Packages abholen. In diesen Pakten sind Decke und Kopfkissen, ein Topf, Teller, und so weiter. Es ist also sehr sinnvoll, da sich in unserer Küche nichts befindet. Diese Idee hatten ziemlich viele, deshalb mussten wir fast eine Stunde anstehen. Leider musste Tanja zur Arbeit, deshalb musste ich die Sachen mit dem Bus nach Hause transportieren, aber das hat auch irgendwie funktioniert. Während Beata und ich einkaufen waren, da wir dringend Essen brauchten, ist Mathilde, die letzte Mitbewohnerin angekommen. Im finnischen Supermarkt ist es ein bisschen verwirrend, aber ich habe jetzt Milch, Kaba, finnisches Nutella und alle Zutaten für meine leckere Erdnusssoße, also überlebe ich schon irgendwie laughing Außerdem haben wir Kleinigkeiten wie Toilettenpapier und Spülschwämme gekauft. Es fehlt allerdings immer noch einiges, vor allem in der Küche, was wir am Freitag bei einem Ausflug zu Ikea besorgen werden. Mathilde ist auch sehr nett. Sie kommt aus Belgien, also zum Glück keine deutschen Mädels, die mich daran hindern mein Englisch zu verbessern tongue-out Das hat nämlich in den letzten zwei Jahren stark gelitten und ich muss viel nachholen. Aber ich denke in ein paar Wochen bin ich wieder voll drin.

Abends haben wir uns dem Internet Problem gewidmet. Erst habe ich versucht selber einen Hotspot auf meinem Laptop einzurichten, um mich so mit meinem Handy ins Wlan einzuloggen, aber das hat nicht funktioniert. Beatas Vater arbeitet im IT-Bereich, also hat Beata ihn angerufen und er konnte uns nach vielem hin und her helfen. Trotzdem haben wir heute erst mal einen gemeinsamen Router gekauft. Damit ist es viel einfacher. Die erste Nacht im neuen Heim habe ich sehr gut geschlafen, heute musste ich wieder früh raus, weil ich mich mit Tanja getroffen habe, um im International Office mein Learning Agreement zu besprechen. Da war ich ein bisschen zu voreilig, man kann das erst machen, wenn die Kurse schon angefangen haben, also werde ich in zwei Wochen nochmal hingehen. Im International Office haben wir noch ein Mädchen aus Frankreich getroffen, die auch von Tanja betreut wird. Sie hat ihre Registrierung dort gemacht und dann sind wir in die Bibliothek, um Leseausweise zu beantragen, die wir auch fürs Drucken und so brauchen. Das funktioniert zum Glück wie in Marburg, also muss ich mich nicht umgewöhnen. Anschließend sind wir in der Mensa was essen gegangen. Man kann es eigentlich nicht Mensa nennen. In Turku funktioniert das ein bisschen anders wie bei uns. Überall auf dem Campus in den meisten größeren Gebäuden gibt es sogenannte student restaurants. Das coole ist, dass man überall anderes Essen bekommt. Auf der Website kann man schauen, wo was angeboten wird und sich dann ein Restaurant aussuchen. Es gibt sogar welche, die sich auf vegetarisches und veganes Essen spezialisiert haben. Pro Gericht zahlt man nur 2,60€ und man wird auf jeden Fall satt davon. Tanja studiert Finnish History und hat uns nach dem Essen in einen kleinen Raum mitgenommen, wo die Geschichtsstudenten sich aufhalten können. Es ist sehr gemütlich, überall stehen Sofas und man kann Kaffee oder Tee kochen. Ihre Kommilitonen waren auch alle sehr nett und es ist schön Kontakt zu finnischen Leuten zu haben und nicht nur zu anderen Exchange Students, was meistens der Fall ist. Ich nehme mir fest vor, mehr Finnen kennenzulernen und auch etwas finnisch zu lernen. Mal schauen wie das dann so klappt laughing Tanja musste wieder arbeiten, deshalb bin ich noch zu Lidl, um ein paar Sachen einzukaufen. Lidl ist in Finnland die günstigste Lösung für Lebensmittel, trotzdem sind die Preise immer noch etwas teurer als in Deutschland. Im Laden sieht man auch fast keine finnischen Leute sondern hauptsächlich Exchange Students.

So, das waren die ersten drei Tage. Ganz schön viel für den Anfang, aber ich denke ab jetzt wird es entspannter. Morgen fängt die offizielle Orientation an, ich schätze Tanja hat einiges vorweg genommen, aber besser so als dass ich dann, während die Uni schon anfängt, im Stress bin. Am Wochenende plane ich ans Meer zu fahren. Das muss ich ja noch ausnutzen bevor das Wetter schlecht wird. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten!

25Juli
2017

Bald geht es los

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.

In nicht einmal vier Wochen geht mein Flug nach Finnland und die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Ich bin schon sehr gespannt auf Finnland und die Leute dort. Bisher bin ich positiv überrascht von der Organisation an der Uni Turku. Es gab bei der Bewerbung fast keine Probleme und ein Zimmer im Studentenwohnheim habe ich auch bekommen. Außerdem wurden alle Erasmusstudenten Tutoren zugeordnet, die sich anfangs etwas um uns kümmern werden. Ich habe schon viel mit meiner Tutorin geschrieben, die mir hilft wo sie kann. Jetzt muss ich mich aber erst mal um meine Hausarbeiten kümmern und ich halte euch auf dem Laufenden sobald ich in Finnland angekommen bin.